Inhalte - Mathilde-Hitzfeld-Schule Kirchheimbolanden

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Ebenen des Spracherwerbs
Artikulationsstörungen:
Definition:
Unter einer Artikulationsstörung (Dyslalie) versteht man die Unfähigkeit bestimmte Laute oder Lautverbindungen auszusprechen oder richtig zu bilden.
Mögliche Varianten:
  • Laute werden ausgelassen: Bsp.: Necke statt Schnecke
  • Laute werden ersetzt: Bsp.: Honne statt Sonne, dedangen statt gegangen
  • Laute werden fehlgebildet: Bsp.: das „s“ wird gelispelt, das „sch“ wird mit seitlich entweichendem Luftstrom gesprochen

Eine Artikulationsstörung wird eingeteilt in verschiedene Grade:
Partielle Dyslalie: Einzelne Laute sind betroffen.
Multiple Dyslalie: Mehrere Laute sind betroffen, die Sprache ist schwer verständlich.
Universelle Dyslalie: Nur wenige Laute und Lautverbindungen können korrekt gebildet werden. Die Sprache ist nahezu unverständlich.

Wortschatz
Definition:
Semantisch-lexikalische Störungen sind durch Wortschatzdefizite, Einschränkungen des rezeptiven und expressiven Wortschatzes sowie Wortfindungsstörungen gekennzeichnet (n. Braun, 2006, S.187).
Die Symptome betreffen verschiedene quantitative und qualitative Aspekte des Wortschatzes, vor allem die Größe und Zusammensetzung, aber auch die Art von Ersatzwörtern und Fehlproduktionen, sowie Sprachperformanz.

Dysgrammatismus
Definition:
Dysgrammatismus ist die Unfähigkeit, einem richtig gedachten Sachverhalt die korrekte grammatikalische Form zu geben.
Wir unterscheiden grob drei verschiedene Grade:
Leichter Dysgrammatismus: Die Spontansprache ist nur wenig auffällig. Das Nachsprechen von einfachen Sätzen gelingt in der Regel. Die Artikel sowie das Konjugieren und Deklinieren fällt noch schwer. (Bsp. Der hab ein Ball. Die Katze legt unter Tisch. Der Hut gehört die Mann.)
Mittlerer Dysgrammatismus: Das Kind spricht zwar Mehrwortsätze, diese sind jedoch grammatikalisch nicht richtig gegliedert. Das Nachsprechen von grammatikalisch korrekten Sätzen gelingt häufig. Typisch ist auch das situationsgebundene Sprechen, d. h, man versteht den Sachverhalt nur, wenn man die Situation selbst kennt und weiß, wovon das Kind erzählen will. (Bsp.: Peter Ball biel. Daußen. Dann der Zaun is. Dann der reindefalle. Mit ein Mädse.)
Schwerer Dysgrammatismus: Das Kind kann keine vollständigen Sätze sprechen, weder selbständig noch beim Nachsprechen. Es spricht in Ein- oder Zweiwort-Sätzen bzw. reiht die Wörter zusammenhangslos aneinander. Es verwendet meist nur Nomen oder Grundformen. Es spricht im "Telegrammstil". (Bsp.: Kind trinken. Ich spielen.) Zusammenhänge sind kaum zu verstehen.
Störungen der Kommunikation und des Redeflusses
Das Kommunikationsverhalten kann man allgemein daran bewerten, ob ihr Kind aufmerksam zuhört, verständlich antwortet, spontan erzählt, sich mitteilen möchte, zusätzliche Erläuterungen auf Nachfrage gibt und sich aktiv am Gespräch beteiligt.

Stottern
Stottern ist eine Störung des Redeflusses. Fast jedes Kind durchläuft bei seinem Spracherwerb eine Zeit des sog. "Physiologischen Stotterns" (zwischen 2,6 und 3,6 Jahren, also in der Phase des Dialoglernens). Hält diese Phase des Stotterns länger als drei bis vier Monate an, so hat sich das Stottern verfestigt und wir sprechen von einem stotternden Kind.

Poltern
Poltern ist eine sprachliche Störung mit unbeherrschter, überhasteter und undeutlicher Rede. Beim Poltern werden von den Kindern oft ganze Wörter, Laute und besonders Endsilben verschluckt. Beim Poltern kommt es zu einer Überstürzung der Rede.

Mutismus
Unter Mutismus versteht man ein Nicht-Sprechen bei vorhandenem Sprechvermögen. Dieses "Schweigen" kann sich auf bestimmte Situationen oder auf bestimmte Personenkreise beziehen. In seltenen Fällen ist es "total". Trotz individueller Lernprozesse (z.B. auch durch positive Verstärker) kann das Kind das Nicht-Sprechen aufrechterhalten. Das Schweigen ist jedoch nie "freiwillig".
Der Umgang mit mutistischen Kindern verlangt viel Fingerspitzengefühl. In jedem Fall sollte eine Erziehungsberatung empfohlen werden.

Oft ist eine Ansammlung oben beschriebener Störungsbilder vorzufinden. In diesem Fall kann man von einer Sprachentwicklungsstörung oder einer Sprachentwicklungsverzögerung sprechen. Die Verzögerung/Störung im Spracherwerb zeigt sich in einer Fülle von Einzelsymptomen:
  • Vermindertes Sprachverständnis
  • Verringerter Wortschatz
  • Erschwerte Wortfindung
  • Störungen in der Artikulation (nicht immer)
  • Verstöße gegen die Regeln von Grammatik und Syntax, also dem Dysgrammatismus

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